Steirischer Herbst 2022


Eröffnung, 22.9.2022

Mit Grußworten von LH Drexler, Vizekanzler Kogler, einer nachdenklichen Rede von Ekatarina Degot, einem Umzug mit Musik und schließlicher Einkehr ins Joanneum. Der Biedermann als Rattenfänger, ein Tanz um das biedere Kalb? Jedenfalls mit coolem Blech, Trauermarsch im Jazzgewand? Und danach: Eine spannende Ausstellung in der neuen Galerie zum Thema des heurigen Herbstes, mitten in der Krise des Kriegs. Degot im O-Ton:

„Denn bei diesem Festival geht es nicht um den Krieg in der Ukraine, oder gar um Kriege im Allgemeinen. Es geht darum, hier zu sein, in der ruhigen Mitte Europas – wo der Krieg in der Ferne ist. […]

Jedes Festival war und ist ein Versuch der Repolitisierung, der Dekonstruktion des Lokalen, der Infragestellung der Rolle der Hochkultur. In diesem Sinne ist der steirische herbst so etwas wie ein Antibiedermeier. […]

Jetzt geht es eher um einen Ort, der sich einbildet, im Friedenszustand zu sein, während er in Wirklichkeit ein tiefes Hinterland ist und ein Krieg in der Ferne hin und wieder an sich selbst erinnert.“

Kleine Zeitung
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