Daheim in Fuzzstock


Fuzzstock Festival 2022, Klippitzthörl

Irgendwie ist es wie ein Nachhausekommen. Und das in einem Wintersportgebiet, das ein wenig aus der Zeit gefallen und in diesen regnerischen Spätsommertagen nicht sehr einladend wirkt. Und doch fühlt man sich aufgenommen, im Gasthof, wo die Chefin sich noch ans vorige Jahr erinnert, unter den vielleicht vierhundert Menschen, die sich hier versammelt haben, auch die wenigen Standler kennt man noch vom Vorjahr. Nach einer Festivalnacht hast du das Gefühl, alle schon irgendwann getroffen zu haben. Die Leute sind gut drauf und immer für einen Plausch am Bier- oder Weinstand zu haben.

Das Publikum – bunt gemischt, alle Altersgruppen sind vertreten, mal abgesehen von den vielleicht 14- bis 20-Jährigen, von denen lassen sich nur wenige blicken. Die Highlights am Freitag: Attwenger und Clara Luzia.

Das Hauptprogramm startet mit Resi Reiner
Die Attwenger geigen, die Maultrommel gehört dazu

Der Samstag startet mit Yoga für alle. Fuzzman ist offenbar hochmotiviert.

Dann geht’s zur Wanderung hinauf zur Hohenwarthütte. Auf halber Höhe versammeln sich alle, Fuzzman & Co packen ihre Instrumente aus und bringen uns ein Ständchen.

Oben wartet schon die (wirklich großartige) Stefanie Sargnagel und liest mindestens eineinhalb Stunden aus „Dicht“, bei Sonne und Regen, mit Einlagen von Euro Teuro. Schwierig, ein Essen zu checken, die Hüttenleute sind überfordert … aber ein Bier gibt’s immer.

Die Hüttenlesung: Stefanie Sargnagel gibt Autofiktionales

Am Nachmittag schüttet es aus allen Rohren, teilweise steht das Wasser am Gelände, die zweite Bühne für den Nachwuchs (Murmale Bau) kann nicht mehr bespielt werden.

K.U.N.T.Z.

Am Abend gefällt besonders Bipolar Feminin (kraftvoll, laut, und manchmal bös) und K.U.N.T.Z. (mit Vodoo Jürgens, fulminant). Das Programm kommt ein wenig durcheinander. Alle warten auf Fuzzman & The Singin‘ Rebels, doch die spielen erst um ein Uhr morgens, danach Disco bis in die Puppen.

Sonntagmorgen um 11 Uhr gibt es einen (nachdenklichen und berührenden) Frühschoppen mit Fritz Ostermayer zum Ausklang und Abschied.

„Schande“

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