Zum ersten Mal, wenn auch nur einen Tag lang! Vielleicht hätten wir doch länger im Global Shift verweilen sollen, denn im Rückblick haben wir Schönes und Interessantes gesehen, aber das Thema “Welcome to Planet B“ mehr am Rande mitbekommen. Etwa die Visualisierung der Entwicklung der Lichtverschmutzung über die letzten 10 Jahre: eklatant die Veränderungen in Indien und in Südostasien, Dynamik auch an den Küsten Südamerikas, ein wenig an der Elfenbeinküste. Kaum bis keine Veränderung, na klar, in Europa (hier ist es ohnehin schon hell genug), in Russland (!), in Australien.
Beeindruckend auch die Entwicklung der biologischen und recylebaren Rohstoffe, Leder aus Pilzen, Schuhe aus Ananasblättern, Hohlformen aus Blut… Meist sind es Abfallprodukte, die hier weiter verwendet werden können. Welche Perspektiven ergeben sich daraus doch, ähnlich wie bei der Nutzung von Industrieabwärme für die Energiegewinnung.
Wir Menschen haben unseren Planeten mit eine Hülle von tausenden Satelliten umgeben, unsere Meere und Landflächen mit Sensoren bestückt, die uns Daten ohne Ende liefern. In einer schönen Animation zu sehen. Daten, die uns zeigen, wie sehr wir diesen Planeten abgewirtschaftet haben, doch auf Daten folgen zu wenige Taten. Diese Satellittenhülle bildet unser neues Gesicht, das wir denen da draußen zeigen. Und wir schauen damit auch auf uns selbst.
„Mit dem Start des Sputnik wurde der Planet zu einem Welttheater, in dem es keine Zuschauer, sondern nur Akteure gibt. Das ‚Spaceship Earth‘ befördert keine Passagiere, jeder gehört hier zur Besatzung. (…) Ökologisches Denken wurde unabdingbar, sobald dem Planeten so der Status eines Kunstwerks verliehen wurde.“
(McLuhan in: Journal of Communication 24/1, 1974)


Sehr spannend auch die vieldimensionalen Wolken, die ein navigierbares Universum von Objekten und deren Beziehungen visualisieren, durchaus vergleichbar mit einer Darstellung, auf welche Weise unser Gehirn Wörter speichert, nämlich ebenfalls mehrdimensional.

Ganz besonders: Die Aufführungen von Project %, Blue Tears and Sandbox / The Taiwan Special mit ihren künstlerischen Arbeiten im Deep Space. Große Kunst!

Schlussendlich noch eine Tanzperformance un ctrl , ein Beitrag aus Österreich.

Definitiv nächstes Jahr wieder, und zwar länger!