11.9.2023 – Von La Pineda durch die Corbières ans Mittelmeer

Die Route (74 km)
Es geht bergab. Komoot versucht wieder mal, mich auf Sand-Schotter-Wege zu locken, beinahe ein Sturz mit meinem beladenen Rad: Umplanung der Route auf die Departementales, eine gute Entscheidung. Wenig Verkehr. Die Corbières sind malerisch und erinnern noch mal an die Pyrenäen. Windräder tauchen auf. Leicht hügelige Strecke, keine großen Herausforderungen. Der Himmel gibt sich bedeckt. Zypressen, es riecht nach Mittelmeer.
Leider wieder keine Zeit und Energie, stehen zu bleiben für ein kleines Bad in diesem Flüsschen. Eine kurze Rast, eine Zigarette, und weiter geht’s. Auf den Hügeln windzerzauste Pinien mit Schlagseite.
In Treilles (adretter Ort) passt alles für ein gemütliches Mittagessen. Es wird danach bergab gehen in Richtung Meer, es gibt es sehr nettes Lokal an der Straße, L’Atelier chez Mimi. Menu du Jour, mit Fisch des Tages, lokalem Rosé-Wein, bloß einige Kilometer entfernt, wie mir der Wirt erklärt, das Gut bloß 12 Hektar groß. Dieser ist sehr besorgt um mein Rad, das an der Straße steht. Auf der Anzeigetafel an der Straße steht: Prekäre Wasserknappheit!
Am Étang de Leucate die ersten Flamingos und Austernbänke. Noch freue ich mich auf die Fahrt auf der Landbrücke zwischen Süßwasser und Mittelmeer.
Danach, Port Leucate und Portes de Roussilon – eine wahre Katastrophe für den Blick. Lignano hoch 10. Ich habe viel erwartet, das kann ich aber nicht glauben. Geistersiedlungen, soweit das geplagte Auge reicht.
Zum guten Glück: Die Auswahl des Campingplatzes in St.Marie sur Mer war sehr gut, kurzer Weg zum Strand, netter Empfang, rundherum Bambus und Pinien, ein Restaurant für das abendliche Bier.
Ein Bad im Meer muss sein. Durch Kakteen und Pinien führt der Weg über kleine Dünen an den kilometerlangen, zur Abendzeit beinahe menschenleeren Sandstrand, am Horizont im Süden nochmals die Pyrenäen. Rein in die hohen Wellen!






