Pyrenäen #13


12.9.2023 – Der Abschluss in Perpignan

Die Route – schlappe 14 km und eine Überraschung

In Perpignan angekommen, finde ich ein nettes Lokal, stelle das Rad ab, zücke mein Notizbuch für ein Resümee. Schließlich fährt mein Zug erst um 18 Uhr nach Toulouse, dann der Nachtzug nach Paris Austerlitz. Über Strassbourg, Basel, Zürich werde ich bis Graz 28 Stunden unterwegs sein.

Erstmal einen Kaffee, dann später das übliche Menü du Jour, später eine Tour durch die Stadt, deren Charme und Vitalität durchaus überrascht.

Nach ein wenig Suche finde ich den alten Stadtkern und flaniere durch die Gässchen mit vielen kleinen Läden, künstlerischen Plakaten, Stencils und Aufschriften. Ideal, um ein Souvenir zu finden.

Au revoir!

Vorsichtshalber dann mal den Weg zum Bahnhof erkunden. Dabei eine böse Entdeckung: Die Tretkurbel meines Rads geht ab, nur mit Mühe kann ich sie behelfsmäßig fixieren. In Paris muss ich damit noch den Weg zwischen Austerlitz und dem Gare de l’Est schaffen (was auch gelingt).

Als der Zug losfährt, beginnt der Regen, das mich begleitende Hochdruckgebiet verzieht sich: Welch ein Glück im Timing…

Rückschau: Ein Tag hat mir 92€ gekostet, An- und Abreise satte 560€.

Das Zelten war eine gute Idee, das (billige) Zelt hat gehalten, auch das Kochzeugs war sehr hilfreich für Kaffee und Abendessen. Ein besonderes Highlight war der Klappsessel, in den man sich nach langer Reise fallen lassen kann. Die Packtasche für das Vorderrad haben sich sehr bewährt und dem Rad mehr Stabiltät verliehen. Unabdingbar: Kopflampe, Ladegeräte, Kopfhörer, Stromanschluss, Gelsenmittel, Sonnenbrille, Handtücher mit kleinem Packmaß, Werkzeug (mit Superkleber) sowieso. Auch Bargeld braucht man hin und wieder mal, auch wenn das Bezahlen par Carte Bancaire weit verbeitet ist. Achtung auf die Roaming-Gebühren in der Schweiz, das hat mich 50€ gekostet.

Nasses bzw. (tau)feuchtes oder durchgeschwitztes Zeug in den (wasserdichten) Packtaschen hat mich während der ganzen Fahrt begleitet, wirklich trockene Kleidung – ein Luxus. Auch eine Handy-Halterung (trotz Sprachsteuerung) ist ein Muss. Nur ein Paar Schuhe zu haben, war auch grenzwertig, zumal diese Auflösungstendenzen zeigten. Und ein Kopfploster darf nächstes Mal auch nicht fehlen.

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