Ein Abstecher nach Südkärnten


Ein Ausflug mit unserer Schulklasse hätte es werden sollen, doch wir blieben ein überschaubares neuköpfiges Grüppchen von reiselustigen Zitruspflanzen-Enthusiast:innen. Aber wenn man schon mal die Autofahrt auf sich nimmt, warum nicht ein verlängertes Wochenende draus machen und etwas von Südkärnten kennenlernen?

Die Unterkunft „Obiralm“ gebucht, den Hochobir ins Visier genommen, die Begehung einer Klamm in den Karawanken mit Option auf Gumpenbaden.

Der Workshop im Zitrusgarten am Faaker See übertrifft alle Erwartungen. Der fachkundige Mastermind selbst führt uns durch die Anlage mit vielen hundert Pflanzen. Trotz der beginnenden Mittagshitze versteht er es (besser als manche Lehrperson), das Publikum einzubeziehen, unterhaltsame und lehrreiche Geschichten zu erzählen.

Wir lernen, dass die meisten von uns noch nie reife Zitronen gegessen haben, die süß schmecken und ein volles Aroma entfalten. Da sie nur am Baum reifen können, ein Nachreifen wie bei anderen Obstsorten nicht möglich ist, werden sie grün geerntet und danach gelb eingefärbt. Wir lernen, dass es 600 Zitronensorten gibt, dass sie Südostasien stammen, dass Zitronenbäume einfach zu pflegen sind, am besten in toskanischen Tontöpfen gedeihen und sehen Buddhazitronen, Limetten, Orangen, Mandarinen, einen Avocadobaum und einen Zimtbaum und noch Vieles mehr. Die Verkostung am Ende verlässt wohl kaum jemand ohne ein Mitbringsel: Zitronenhonig, Marmelade, echten Limoncello oder gar ein kleines Bäumchen.

Nach einem Badestopp am Silbersee bei Villach (ein guter Tipp) mit Budenmittagssnack ein Abstecher beim Biohof Baumgartner in St. Jakob im Rosental, wo wir freundlich empfangen werden und uns mit Biofleisch, Wurst, Käse, Topfen und Gemüse eindecken und Einiges geschenkt obendrauf bekommen.

Dann geht’s durch das Rosen- und Jauntal in Richtung „Obiralm“. Nach der Mautsstelle geht es steil nach oben, die einspurige, manchmal unterspülte Straße erinnert an korsische Verhältnisse. Auf 1400 Meter dann ein Wow-Effekt.

Am Hochobir
In der Trögener Klamm