Pyrenäen #2


1.9.2023 – Von Ascain nach Sauveterre de Béarn

Die Route (75 km, 1100 hm)

Überall Palmen…
Pelote ist Baskischer Nationalsport

Ursprünglich wollte ich camping à la fermemachen und habe mir das schön vorgestellt, bei den Bauern mein Zelt aufzuschlagen und vielleicht ein ortsübliches Abendessen zu bekommen. Stellte sich aber in der Kommunikation als schwierig heraus, meine Anfragen für den ersten Stopp gingen ins Leere. Also doch Campingplätze. Und da versprach Sauveterre ein gutes Plätzchen zu sein, Camping direkt am Gauve d’Orlérons. Also 75 km mit 1100 Meter Steigungen.

Baskisch – ein Mysterium…

Also nichts wie los, nach dem (notwendigen) Einkauf von Gelsenmitteln geht’s über Souraïde und Espelette (berühmt für Piment d’Espellette) nach Cambo les Bains. Der Plan sah vor, die Villa Arnaga zu besichtigen, die ließ ich (leider) links liegen – also nichts mit dem Schloss des Autors von „Cyrano de Bergerac“, Edmond Eugène Alexis Rostand. Stattdessen ein Bier beim Supermarkt (es wird heißer…). Auch die Höhlen von Isturitz und Oxocelhaya gehen sich nicht mehr aus.

Einfahrt nach Hasparren – Platanenalleen sind großartig!

Aber ein Mittagessen in Hasparren muss sein. Immer wieder ein Segen, in einem kleineren Ort ein Lokal zu finden, das ein Menu du jour (noch dazu preisgünstig) mit kaltem Bier anbietet. Auf die Uhr schauen ist ohnehin Pflicht, nach 14:00 herscht meistens tote Hose und leerer Magen.

Schön, aber angstrengend.

Nach dem Mittagessen kommt der Berg, den Komoot für mich ausersehen hat. Die Steigungen sind heftig, ich muss meine 20 kg Gepäck hoch strampeln, habe vergessen, Wasser zu kaufen, von Brunnen und Lokalen weit und breit keine Spur. Orte mit schöner Kirche und sonst nichts. Und ich verfluche meine App.

Angekommen in Sauveterre, Camping unter Palmen.

Verschwitzt, durstig und hungrig erreiche ich grade noch rechtzeitig den Acceuil des (wunderschönen) Campingplatzes. Netter Empfang, man fragt nach dem Woher und Wohin. Une grande bière (pression) zu allererst! Nach dem Zeltaufbau die Erkenntnis: Mein Rad hat einen Patschen. Na gut – morgen!

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