Ein schönes Frühstück im Magen und die übliche „Lagebesprechung“ erledigt, beschließen wir, nach Mohács mit dem Zug zu fahren. Nach der Bewältigung der ungarischen, etwas eigenwilligen App machen wir erste Erfahrungen mit den ungarischen Regionalzügen, Postkutschen nicht unähnlich… mit Zwischenstopp in Villány.
Pflichtbesuch bei der Gedenkstätte zur „Schlacht bei Mohács“ 1526, Ungarns nationaler Tragödie und Beginn der habsburgischen Herrschaft über Ungarn, die letztlich erst 1918 zu Ende ging. Abgesehen von dem martialischen, brutalistischen Bauten am Eingang ein würdiger Gedenkort.
Es geht der Donau entlang Richtung nach Süden bei mäßigem Gegenwind (danke, Didi, für den ewigen Scout!). Schon bei der Vorbereitung haben wir entdeckt, dass hier – Gornja Siga – der Grenzverlauf zwischen Serbien und Kroatien an der Donau ungeklärt ist.
Während Kroatien die Donau als Grenze nach den Katasterverzeichnissen aus der österreichisch-ungarischen Monarchie festlegt, bezieht sich Serbien auf den im 20. Jahrhundert durch Flussregulierung und Industrialisierung geänderten Verlauf. Die unterschiedlichen Ansichten erschaffen ein 7 km2 großes Gebiet, das laut Kroatien zu Serbien und laut Serbien zu Kroatien gehört. Ein tschechischer Unternehmer hat dort den Staat „Liberland“ ausgerufen.
Wir schaffen es, an einem Tag drei Länder zu durchfahren: Ungarn, Kroatien, Serbien, Baranja und westliche Vojwodina. Und – historisch – das Land der „Donauschwaben“ und seit Jahrhunderten ein Gemisch der Völker. Die Siedlungsformen der Dörfer erzählen davon … Peter haben es die Schokatzen und Bajuwatzen angetan. Aber deren Siedlungen bleiben dem Touristen verborgen …
Bei Batina nehmen wir die Brücke über die Donau und sind damit in Serbien. Didi betreibt Smalltalk mit dem netten Grenzer, wir bekommen einen Stempel in den Pass. Batina auf der kroatischen Seite ist dagegen eine massive Enttäuschung. Obwohl blumig in Wikipedia beschrieben (Siedlungen in der Bronze- und Eisenzeit, Domaine von Prinz Eugen, Kammergut der Habsburger bis 1918) gibt es hier nicht mal Bier für uns!
Checkin in Szombor: Sehr netter Empfang, schöne Wohnung, die Vermieterin macht schon im zweiten Satz klar, dass die Regierung dringend weg muss.
Wie zur Bestätigung treffen wir auf der Suche nach Abendessen gleich auch auf eine Demo. Super! Die Futtersuche hingegen gestaltet sich etwas schwierig. Schließlich wirds doch Fastfood am Hauptplatz und ein Abschlussaperol im Cafe an der Hauptstraße.





